Tag 8 - Heisses Tourfinale in Wien ; Podersdorf/See - Wien, Burgtheater, 123km, 380HM
Der letzte Tag. Noch einmal das komplette Prozedere am Morgen mit Frühstück, Anreise zum Start, Race-Briefing, Beinmassage, Räderkontrolle, Einschreiben und dem obligatorischen Espresso. Dabei waren wir doch erst in Dornbirn. Ein bisschen Sentimentalität ist schon dabei – aber alle freuen sich auch auf Wien, sind wir doch alle müde und voller Vorfreude auf einige Urlaubstage. Fahrer wie Betreuer.
Tag 7 - Der K(r)ampf gegen die Uhr ; EZF Podersdorf/Neusiedlersee, 26km, 20HM
Meine Lieblingsbeschäftigung. Alleine im Wind auf einer endlosen Geraden in der Pannonischen Tiefebene bei 35 Grad im Schatten, den es hier mangels Bäumen gar nicht gibt. Meine Erfahrungen mit dieser Etappe von vor vier Jahren sowie mein Wissen über meine Fähigkeiten in dieser Spezialdisziplin ließen mich aber mit entsprechender Erwartungshaltung an die Sache herangehen. Ich suche mir alles Positive heraus, dass ich finden kann: Der Tag auf dem Rad dauert insgesamt heute nur rund zweieinhalb Stunden, geringe Sturzgefahr, ungestörtes Aufwärmen mit meinem Ipod bei Volume max, meine Premiere mit einem Zeitfahrrad und vier Kilometer weniger als damals.
Tag 6 - Sechs Stunden im Sattel ; Deutschlandsberg - Laxenburg, 232km, 1750HM
Das sich heute im Vergleich zu den vorigen Etappen relativ wenig Zuschauer beim Start, am Streckenrand und im Ziel eingefunden haben, kann ich niemandem übel nehmen. Bei diesem Wetter heute wäre ich auch in irgendeinem Bad. Durch die Länge des Teilstücks gibt’s zum Frühstück heute neben dem Üblichen auch Spaghetti und Reis – denn mit der neutralen Phase von 10km lese ich jetzt 242km auf meiner Uhr. Neuer persönlicher Rekord!
Tag 5 - The Heat Is On ; Bleiburg - Deutschlandsberg, 150km, 2000HM
Ein langer Tag. Vormittags Transfer nach Bleiburg, quer durchs schöne Kärnten. Startvorbereitung und ab zum Einschreiben -Heyyy...die Beine tun ja gar nicht weh!..Ach so, ich habe noch nicht getreten. Autsch, vier Etappen haben Spuren hinterlassen. Andre Greipel eröffnet das Rennen wieder bei Km0 in beeindruckender Manier. Der deutsche Supersprinter fährt hinter dem Rennleiterauto – als dieses den Start freigibt und bis auf ca 70km/h beschleunigt bleibt er einfach hinten drauf im Windschatten. Ein Kraftpaket in Aktion und er bleibt relativ lange solo in Führung. Das Gemetzel um DIE Gruppe heute dauert wieder über eine Stunde. Oder 50km, je nachdem. Gruppe weg, 5 Sekunden, Feld geschlossen. Nächste Runde.